Wann bin ich so erwachsen geworden?

Wann bin ich so erwachsen geworden?

Es kommt mir vor als wäre es erst gestern gewesen, als ich in meinem Zimmer saß und es kaum erwarten konnte, erwachsen zu werden. Endlich eigene Entscheidungen treffen und nicht mehr meine Mutter um Erlaubnis fragen. In den Tag hineinleben, keine großen Pläne haben und einfach das tun was mir Spaß macht. Jeden Tag Freunde treffen, Blödsinn anstellen und dieses Gefühl von Schwerelosigkeit genießen. Einfach das tun was man will, ohne groß nachzudenken. Ich denke mal, dass viele diese Gedankengänge kennen und sich daher sehr gut damit identifizieren können. Diesen Beitrag wollte ich schon lange verfassen, da mir diese Gedanken immer wieder im Kopf rumkreisen. Gedanken um das Thema erwachsen werden, Entscheidungen treffen und das Leben bestreiten. Warum kommt dieser Beitrag also genau jetzt online? Naja, zum einen weil ich endlich Ordnung in meinem Kopf schaffen will und weil ich mich momentan in einer Phase meines Lebens befinde, wo ich nun mal einige Entscheidungen treffen muss. Mein Blog ist ja mein digitales Tagebuch und deshalb genieße ich es umso mehr die Möglichkeit zu haben, mich visuell ausdrücken zu können.

Ich werde dieses Jahr 22 und ich freue mich auf die glorreichen 20er Jahre meines Lebens. Man sagt ja, dass man die meisten und die schwierigsten Entscheidungen in seinen 20er Jahren treffen muss. Das kann ich zu 100% nachvollziehen, weil ich gerade mittendrin stecke. Mitten in einem Chaos aus Möglichkeiten und Plänen die mehr oder weniger meine Zukunft verändern werden. Viele meinen, dass es nun umso einfacher ist wenn man selbst für sich entscheiden kann. Ach, ja? Man hat so viele Ideen und Möglichkeiten und jede noch so kleine Entscheidung verändert dein Leben auf eine Art und Weise. Wenn man genau hinsieht merkt man, dass das Leben eine Aneinanderreihung von Entscheidungen ist.

Entscheidungen die dein Leben verändern

Die letzten Monate habe ich Zweifel und Ängste. Mache ich alles richtig? Soll mein Leben so sein? Gehe ich in die richtige Richtung? Ja, es kann sein, dass ich zu viel nachdenke und ich vieles analysiere. Aber sollte man das denn nicht tun? Das eigene Leben ist ein wertvolles Gut und man sollte behutsam damit umgehen. Man sollte sich gut überlegen wie man es führen will.

Will ich studieren? Will ich arbeiten?
Kinder kriegen oder doch lieber die erfolgreiche Karrierefrau werden?
Wohnung in der City oder doch Familienhaus am Land? 
Heiraten oder ungebunden bleiben?

Ich habe gemerkt, dass mich 2018 stark verändert hat (hier mein Jahresrückblick) und 2019 mich in eine gute Richtung lenkt. In eine Richtung bei der ich mich stets wohl fühle und die mir als geeignet für mich erscheint. Wenn ich so darüber nachdenke, dann hat meine Beziehung natürlich großen Einfluss auf meine Entscheidungen. Durch meinen Freund bin ich doch sehr erwachsen geworden und habe erkannt was ich wirklich will. Aber nur weil ich etwas will heißt es ja noch lange nicht, dass er mir keine Angst machen darf. Angst ist vielleicht sogar das falsche Wort. Ein mulmiges, eigenartiges Gefühl. Das Unbekannte und das Neue löst dieses Gefühl aus. Vor allem weil ich vor ein paar Jahren ein komplett anderer Mensch war. Ich hatte andere Werte, eine andere Meinung und wahrlich andere Ziele. So konzentriert auf die Karriere, meinen Erfolg. Neben meinen Ausbildungen und meinem Ehrgeiz hatte wenig anderes Platz. Nie hätte ich gedacht, dass sich das so schnell ändern würde.

 

Wann bin ich so erwachsen geworden?

Im Herbst beginne ich zu studieren. Endlich meinen Traum verwirklichen und mich weiterbilden. Bin ich also doch noch die eiserne Frau die nur für die Arbeit und ihre Karriere lebt? Nein, absolut nicht. In meinem Kopf sammeln sich immer mehr Gedanken rund Familie, Heiraten, ein Haus bauen. Ein gemeinsames Leben schaffen. Natürlich weiß ich, dass diese Gedanken nur deshalb da sind weil ich den richtigen Partner für mich gefunden habe. Mein Freund und ich sind uns bei den großen Entscheidungen fürs Leben einig und es gibt niemanden mit dem ich lieber alt werden möchte. Ich finde meine Entscheidungen sind eine gesunde Mischung aus beruflich weiterkommen, aber auch an die Familie denken. Der erste, große Schritt wird die gemeinsame Wohnung mit meinem Freund sein. Ein großer Schritt in eine gemeinsame Zukunft, die erst beginnt.

Ich habe auch gemerkt, dass mir viele Dinge mittlerweile einfach egal geworden sind. Mir ist egal was die Leute von mir denken oder ob sie meine Entscheidungen „richtig“ finden oder nicht. Es spielt keine Rolle ob es Bekannte, Freunde oder die eigene Familie ist. Letzendlich könnte ich mich darüber ärgern und wieder an mir zweifeln. Versuchen jeden zufrieden zustellen und der Norm zu entsprechen.

Aber lieber ist es mir einfach nur egal.

Vielleicht ist erwachsen werden ja doch nicht so schlimm. Kann es sein, dass wir uns alle einfach zu viel Druck machen? Wir sollten lieber auf unser Herz hören und das machen was uns Spaß macht. Die Entscheidungen treffen, die uns als richtig erscheinen. Nicht das machen, was die Gesellschaft von uns erwartet. Du willst mit 20 ein Kind? Wenn die Umstände passen, warum nicht? Du entscheidest dich für ein wildes Single Leben und willst beruflich ganz hoch hinaus? Auch gut. Lebe dein Leben, so wie du es für richtig hältst.

Jede Entscheidung ist die richtige Entscheidung, wenn sie von Herzen kommt
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