Warum das Alleinsein eine Bereicherung ist

Warum das Alleinsein eine Bereicherung ist

Warum das Alleinsein eine Bereicherung ist

Alleine sein. Ja, ich kann mir vorstellen was ihr euch jetzt denkt. Alleine sein bedeutet, dass man sich einsam fühlt, ausgeschieden von der Außenwelt und isoliert. Aber warum assoziieren wir das Alleinsein mit solch negativen Gedanken? Warum sehen wir nicht das positive an dem Ganzen und nutzen diese wichtige Zeit zu unseren Gunsten? Heute möchte ich meine Erfahrungen und Meinung zu diesem ganz wichtigen Thema teilen.

Ich habe erst vor kurzem ein Buch von einem österreichischen Psychologen gelesen, der unter anderem dieses Thema bearbeitet hat. Das Unwohlsein oder auch die Angst vor dem Gedanken alleine zu sein kommt von mangelnder Selbstliebe. Denn, wer sich selbst liebt wird glücklich sein etwas Zeit nur für sich zu haben. Seien wir uns ehrlich, wie viel Zeit am Tag haben wir, die wir uns NUR und selbst widmen können. Nicht dem Job, der Familie oder dem Partner. NUR UNS. Wahrscheinlich nicht viel, da wir alle von Aufgaben und To-Do Lists umgeben sind. Genau deshalb ist es so wichtig diese Zeit sinnvoll zu nutzen und sie buchstäblich auszukosten. Diese Zeit als ein Geschenk und etwas positives zu sehen.

Lange musste ich mit diesem Thema kämpfen und empfand es als schlimm ein Wochenende nichts großes vorzuhaben. Alleine zuhause sein und nichts unternehmen? Schrecklicher Gedanke.

Ich habe meine Wochenenden und jegliche Freizeit mit Events, Freunden und Reisen vollgepackt. Ich habe meine Zeit nur anderen gewidmet aber nicht mir selbst. Klar, ich verstehe warum es für so viele einfacher ist jegliche Freizeit zu verplanen. Wenn man immer on-the-go ist, hat man wenig Zeit zu denken. Man wird von negativen Gedanken und schmerzhaften Erlebnissen abgelenkt. Das war auch der Grund warum ich so wenig Zeit für mich zugelassen habe. Ein weiterer Grund war auch eine schmerzhafte Trennung. Diese ließ mich glauben, wenn ich mich ablenke werde ich all das besser verkraften und eines Tages würde der Schmerz weggehen. (Zu diesem Thema kommt ganz bald ein Blogpost, weil es mir eine Herzensangelegenheit ist und ich vielleicht dem ein oder anderen damit helfen kann.) Doch glaubt mir, irgendwann holt einen die Realität ein und man wird mit genau diesen Gedanken wieder konfrontiert. Ich habe den Schritt gewagt und hab mich mit mir und meinen Gedanken auseinandergesetzt. Ja, es war nicht immer schön, keine Frage. Aber nur so entsteht Heilung und nur so kann man gewisse Dinge verarbeiten. Auch wenn ihr mir vielleicht nicht glaubt, aber nach einer Weile erkennt man, dass alleine sein echt schön sein kann. Versteht mich nicht falsch, ich liebe meine Freunde und unterwegs zu sein. Aber die Beschäftigung mit mir und meiner Person liebe ich mindestens genauso. Bereicherung pur.

Wie nutze ich nun diese gewonnene Zeit? Ich verarbeite das Geschehene am Tag, überlege mir was ich hätte anders machen können oder was auch richtig gut lief. Ich habe in den letzten Monaten meine geliebten Hobbys wieder entdeckt. Die Fotografie vor allem und auch der Sport. Ich lese sehr viel und gebe meinem Hirn Nervenfutter. Ich liebe es mich weiterzubilden und wieder etwas neues zu lernen. Daher habe ich auch einen Fotografie Kurs gebucht und eine weitere Fremdsprache steht auch auf dem Plan. Ich habe mir ein MacBook Pro gekauft und widme mich jetzt voll und ganz dem fotografieren, der Bildbeschreibung und dem schreiben. Was für eine Ironie, dass ich gerade mit meiner Kamera neben mir und meinem Macbook am Schoß hier sitze und diese Zeilen für euch schreibe. Aber wartet, nicht nur für euch. Vor allem für mich.

Ich bin der Meinung, dass man am meisten über sich selbst lernt wenn man alleine ist. Man lernt, was einem gefällt und was nicht. Womit komme ich klar und was kann ich ganz und gar nicht tolerieren? Worin bin ich gut, worin eher weniger? Habe ich Hobbys, möchte ich etwas neues ausprobieren? Sammelt eure Gedanken, ver- und bearbeitet sie. Geht den Tag nochmal im Kopf durch, plant den nächsten Tag oder die kommende Woche. Tut das, was euch und eurer Seele gut tut. Mentale Gesundheit ist meiner Meinung nach noch wichtiger, als physische Gesundheit. Immerhin habt ihr am Ende des Tages nur euch selbst und ihr müsst euch bis an euer Lebensende mit euch selbst arrangieren. Also ihr Lieben, das ist mein Stichwort. Macht das Beste daraus und seid gut zu euch.

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